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Neue Darmkrebsvorsorge-Empfehlungen:
bereits ab 45!

Wien, am 27.2.2023. Zum Auftakt des Internationalen Darmkrebsmonats März rufen Krebshilfe und ÖGGH zur Darmkrebsvorsorge ab 45 auf.     

Aufgrund der Evidenzgrundlage und der Empfehlungen des Nationales Screening-Komitees auf Krebserkrankungen haben die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) ihre Vorsorge-Empfehlungen für eine effektive Darmkrebsvorsorge wie folgt aktualisiert:

Frauen und Männer: ab 45 zur Darmkrebsvorsorge
Neu ist, dass zur Darmkrebs-Vorsorge WAHLWEISE die Koloskopie oder der FIT-Stuhltest empfohlen wird:

  • Koloskopie (Darmspiegelung) für Frauen und Männer ab 45 alle 10 Jahre oder
  • FIT-Stuhltest (Stuhltest der neuen Generation) ab 45 zumindest alle 2 Jahre

Darmspiegelung = VORSORGE, FIT-Stuhltest = FRÜHERKENNUNG
Krebshilfe und ÖGGH weisen auf die unterschiedliche Zielsetzung der beiden zur Wahl stehenden Untersuchungsmethoden hin. Die Darmspiegelung stellt eine VORSORGE-Maßnahme dar, der Stuhltest dient der FRÜHERKENNUNG. „Die Darmspiegelung bietet den großen Vorteil, dass Polypen als mögliche Vorstufen rechtzeitig entfernt werden können und so die Entstehung von Darmkrebs verhindert werden kann,“ so Univ.-Prof. Dr. Peter Fickert, Präsident der ÖGGH. „Die Darmspiegelung ist sicher der Goldstandard in der Vermeidung von Darmkrebs,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. „Die neue Generation der Stuhltests (FIT) ist jedoch ein gutes Angebot für all jene Menschen, die sich möglicherweise nicht zu einer Darmspiegelung entschließen können.“

Darmspiegelung bei Stellen mit Qualitätszertifikat
Um sicher zu sein, dass die Vorsorgekoloskopie in entsprechender Qualität durchgeführt wird, empfehlen Krebshilfe und ÖGGH jene Stellen, die ein „Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge“ vorweisen. Eine aktuelle Auflistung aller Stellen steht unter www.krebshilfe.net und www.oeggh.at zur Verfügung.

Darmkrebs: Dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen
In den letzten Jahren ist es durch entsprechende Kampagnen und Verbesserungen in Diagnostik und Therapie gelungen, die altersstandardisierten Neuerkrankungen um 20% und die Mortalität durch Dickdarmkarzinom um 30% zu senken. „Trotz dieser Erfolge ist das Dickdarmkarzinom immer noch die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen,“ so Univ.-Prof. Dr. Peter Fickert, Präsident der ÖGGH. „Ich appelliere an Männer und Frauen ab 45, die effektive Darmkrebsvorsorge unbedingt wahrzunehmen. Seien Sie bitte einmal wirklich egoistisch. Seien Sie gesundheitsegoistisch!“ so Fickert.

Rasches und österreichweites einheitliches Darmkrebs-Screening
„Mit dem Slogan „Don’t wait – Warten Sie nicht“ wollen wir auch heuer wieder der Bevölkerung deutlich machen, dass es Leid vermeiden und Leben retten kann, wenn die Möglichkeiten einer effektiven Darmkrebsvorsorge genutzt werden,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. „Aber gleichzeitig richtet sich der Slogan auch an die gesundheitspolitisch Verantwortlichen, das geplante Darmkrebs-Früherkennungsprogramm rasch und österreichweit einheitlich umzusetzen“, so Sevelda.

Mutmacher:innen – 12 Darmkrebspatient:innen erzählen ihre Geschichte
Am 20.2.2024 präsentierten Krebshilfe und ÖGGH das Buch „Mutmacher:innen – Dem DARMKREBS ein LÄCHELN“ entgegenhalten, in dem 12 Frauen und Männer – darunter auch Bundesminister Johannes Rauch – ihre Geschichte erzählen und damit anderen Mut machen wollen. Alle Informationen zum Buch unter https://www.krebshilfe.net/presse/detail/mutmacherinnen-dem-darmkrebs-ein-laecheln-entgegenhalten

Broschüren „Darmkrebsvorsorge“ und „Darmkrebs“
Beide Broschüren sind kostenlos bei der Krebshilfe unter service@krebshilfe.net erhältlich und stehen zum Download unter www.dontwait.at und www.krebshilfe.net zur Verfügung.

Geschlossene Facebook-Gruppe „Darmkrebs Österreich“
Die geschlossene FB-Patient:innengruppe ist ein Zusatzangebot der Krebshilfe zu der täglichen persönlichen, telefonischen oder online-Beratung durch die 63 Krebshilfe-Beratungsstellen. Link für Beitrittsanfragen: https://www.facebook.com/groups/228289715542224

 

Für Rückfragen:

Österreichische Krebshilfe
Doris Kiefhaber
Geschäftsführung & Projektleitung „Don’t wait“ 
Tuchlauben 19/10, 1010 Wien
Tel. +43-676/502 43 72  
kiefhaber@krebshilfe.net
www.dontwait.at
www.krebshilfe.net

Dem DARMKREBS ein LÄCHELN entgegenhalten.   

Wien, am 20.2.2024. Zum Auftakt des Darmkrebs-Monats März präsentiert die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) das Buch „MUTMACHER:INNEN. Dem DARMKREBS ein LÄCHELN entgegenhalten.“ Darin erzählen zwölf Frauen und Männer mit einer Darmkrebserkrankung ihre Geschichte und wollen damit anderen Betroffenen und ihren Angehörigen MUT machen.

Das neue Buch reiht sich nahtlos in die Serie der vier bisherigen Mutmacher:innen-Bücher der Krebshilfe ein. Diesmal werden Patient:innen mit einer Darmkrebserkrankung sichtbar gemacht. „Noch vor einigen Jahren wäre ein Buch mit Darmkrebspatient:innen, die öffentlich ihre Geschichte erzählen, eher unmöglich gewesen,“ so Krebshilfe-Geschäftsführerin und Projektleiterin Doris Kiefhaber. „Besonders Darmkrebs war – und ist es teilweise auch heute noch – ein besonderes Tabuthema. Die zwölf Frauen und Männer in diesem Buch haben sich entschlossen, sehr offen mit ihrer Erkrankung umzugehen. Dafür gebührt ihnen unser aller Respekt und Dank“, so Kiefhaber, die die Geschichten der 12 Mutmacher:innen für das Buch einfühlsam zu Papier brachte und dabei jeweils einen Bogen spannte von den ersten Symptomen, der erschütternden Diagnose, den kräftezehrenden Therapien, dem Hoffen und Bangen bis hin zu neuen Erkenntnissen und Wegen, die die Mutmacher:innen aus der Erkrankung mitgenommen haben.  „Mit den Frauen und Männern zu sprechen, ihre Geschichten erzählt zu bekommen, hat mich sehr berührt. Von ganzem Herzen DANKE, dass ihr diese Nähe zugelassen habt,“ so Kiefhaber.

Fotografiert wurden die zwölf Mutmacher:innen von der Künstlerin Sabine Hauswirth. Sie portraitierte 12 Mutmacher:innen in ihren weißen, neutralen Hemden. Durch die Wahl unterschiedlicher Hintergrunddetails der botanischen Wandbilder der Künstlerin Marie Hartig im Salon Aurelie des Rosewood Hotels in Wien wird in s/w Fotografien die Persönlichkeit der Portraitierten herausgearbeitet und so verstärkt wahrnehmbar. Damit wird die Kraft, die den Menschen innewohnt und die sie für ihren persönlichen Kampf benötigen, sichtbar. „Mein Wunsch ist es, mit meinen Porträts die Kraft der Mutmacher:innen erfassbar zu machen. Sichtbar im Fokus möchte ich damit Mut machen, um weiter durchzuhalten und nicht zu resignieren.“

„Es gehört zu den schwierigsten und schwersten Aufgaben von onkologisch tätigen Ärzt:innen, schlechte Nachrichten zu überbringen,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. „Wir sehen den Blick, erkennen den Schock, den wir mit der Diagnose auslösen, und spüren die Angst, die unsere Patient:innen augenblicklich lähmt. Daher wollen wir Patient:innen einmal mehr ermutigen, Hilfe und Unterstützung in den österreichweiten Krebshilfe-Beratungsstellen oder in unserer geschlossenen Facebook-Gruppe „Darmkrebs Österreich“ anzunehmen und über diesen Weg auch Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Betroffenen kennenzulernen,“ so Sevelda.

„Bei einer Darmkrebserkrankung steht oft auch ein vorübergehender oder dauerhafter externer Darmausgang als notwendige medizinische Maßnahme im Raum,“ so ÖGGH-Präsident Univ.-Prof. Dr. Peter Fickert. „Eine Maßnahme, die aber fast alle Patient:innen fürchten und die zusätzlich emotional belastet. Umso beeindruckender ist es, beobachten zu dürfen, wie rasch sich Patient:innen dennoch mit dieser neuen Situation und den Herausforderungen  „arrangieren“, sich den Behandlungen und den Belastungen stellen und dabei entschlossen sind, ihr weiteres Leben – unter geänderten Umständen – bestmöglich zu gestalten,“ so Fickert.  Sevelda und Fickert danken den MUTMACHER:INNEN dieses Buches für ihren MUT, ihre Geschichten öffentlich zu erzählen und damit anderen Betroffenen und Angehörigen MUT zu machen.

Krebshilfe und ÖGGH danken Sabine Hauswirth, Uschi Pöttler-Fellner & Ilse Helmreich (echo medienhaus), Elisabeth Waidhofer (Grafik & Design), Linda Zajer (Estée Lauder, Make up & Styling) und Roland Hamberger (Rosewood Hotel Vienna) für die großartige Zusammenarbeit und Unterstützung.

Ein besonderes Danke richten Krebshilfe und ÖGGH an Bundesminister Johannes Rauch für seine Bereitschaft, mitzumachen und als 1 von 12 Mutmacher:innen offen seine persönliche Geschichte zu erzählen.

Cover des Buches Mutmacherinnen gegen Darmkrebs

Mutmacher:innen, Dem DARMKREBS ein LÄCHELN entgegenhalten.
Fotos: Sabine Hauswirth Texte: Doris Kiefhaber
Herausgeber: Österreichische Krebshilfe und Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie
Echomedia Verlag, ISBN: 978-3-903989-58-0
Erhältlich um ca. € 25,- im Online-Buchhandel (thalia.at, morawa.at, weltbild.at etc.)

Weitere Informationen:
Österreichische Krebshilfe
Doris Kiefhaber, GF und Projektleitung
Tel: 0676/502 43 72
E-Mail: kiefhaber@krebshilfe.net

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Credits: Stefan Diesner

1. Reihe v.l.n.r.: Alexandra, Marion, Christa, Uschi Pöttler-Fellner
2. Reihe v.l.n.r.: Doris Kiefhaber, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Theresa, Andrea, Manfred, BM Johannes Rauch, Sabine Hauswirth, Univ-Prof. Dr. Peter Fickert, Isabel Galler

v.l.n.r.: Doris Kiefhaber, Univ.-Prof. Dr. Peter Fickert, Isabel Galler, Sabine Hauswirth, Manfred, Christa, BM Johannes Rauch, Uschi Pöttler-Fellner, Roland Hamberger, Marion, Theresa, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Alexandra, Andrea