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Dem DARMKREBS ein LÄCHELN entgegenhalten.   

Wien, am 20.2.2024. Zum Auftakt des Darmkrebs-Monats März präsentiert die Österreichische Krebshilfe gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) das Buch „MUTMACHER:INNEN. Dem DARMKREBS ein LÄCHELN entgegenhalten.“ Darin erzählen zwölf Frauen und Männer mit einer Darmkrebserkrankung ihre Geschichte und wollen damit anderen Betroffenen und ihren Angehörigen MUT machen.

Das neue Buch reiht sich nahtlos in die Serie der vier bisherigen Mutmacher:innen-Bücher der Krebshilfe ein. Diesmal werden Patient:innen mit einer Darmkrebserkrankung sichtbar gemacht. „Noch vor einigen Jahren wäre ein Buch mit Darmkrebspatient:innen, die öffentlich ihre Geschichte erzählen, eher unmöglich gewesen,“ so Krebshilfe-Geschäftsführerin und Projektleiterin Doris Kiefhaber. „Besonders Darmkrebs war – und ist es teilweise auch heute noch – ein besonderes Tabuthema. Die zwölf Frauen und Männer in diesem Buch haben sich entschlossen, sehr offen mit ihrer Erkrankung umzugehen. Dafür gebührt ihnen unser aller Respekt und Dank“, so Kiefhaber, die die Geschichten der 12 Mutmacher:innen für das Buch einfühlsam zu Papier brachte und dabei jeweils einen Bogen spannte von den ersten Symptomen, der erschütternden Diagnose, den kräftezehrenden Therapien, dem Hoffen und Bangen bis hin zu neuen Erkenntnissen und Wegen, die die Mutmacher:innen aus der Erkrankung mitgenommen haben.  „Mit den Frauen und Männern zu sprechen, ihre Geschichten erzählt zu bekommen, hat mich sehr berührt. Von ganzem Herzen DANKE, dass ihr diese Nähe zugelassen habt,“ so Kiefhaber.

Fotografiert wurden die zwölf Mutmacher:innen von der Künstlerin Sabine Hauswirth. Sie portraitierte 12 Mutmacher:innen in ihren weißen, neutralen Hemden. Durch die Wahl unterschiedlicher Hintergrunddetails der botanischen Wandbilder der Künstlerin Marie Hartig im Salon Aurelie des Rosewood Hotels in Wien wird in s/w Fotografien die Persönlichkeit der Portraitierten herausgearbeitet und so verstärkt wahrnehmbar. Damit wird die Kraft, die den Menschen innewohnt und die sie für ihren persönlichen Kampf benötigen, sichtbar. „Mein Wunsch ist es, mit meinen Porträts die Kraft der Mutmacher:innen erfassbar zu machen. Sichtbar im Fokus möchte ich damit Mut machen, um weiter durchzuhalten und nicht zu resignieren.“

„Es gehört zu den schwierigsten und schwersten Aufgaben von onkologisch tätigen Ärzt:innen, schlechte Nachrichten zu überbringen,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. „Wir sehen den Blick, erkennen den Schock, den wir mit der Diagnose auslösen, und spüren die Angst, die unsere Patient:innen augenblicklich lähmt. Daher wollen wir Patient:innen einmal mehr ermutigen, Hilfe und Unterstützung in den österreichweiten Krebshilfe-Beratungsstellen oder in unserer geschlossenen Facebook-Gruppe „Darmkrebs Österreich“ anzunehmen und über diesen Weg auch Möglichkeiten zum Austausch mit anderen Betroffenen kennenzulernen,“ so Sevelda.

„Bei einer Darmkrebserkrankung steht oft auch ein vorübergehender oder dauerhafter externer Darmausgang als notwendige medizinische Maßnahme im Raum,“ so ÖGGH-Präsident Univ.-Prof. Dr. Peter Fickert. „Eine Maßnahme, die aber fast alle Patient:innen fürchten und die zusätzlich emotional belastet. Umso beeindruckender ist es, beobachten zu dürfen, wie rasch sich Patient:innen dennoch mit dieser neuen Situation und den Herausforderungen  „arrangieren“, sich den Behandlungen und den Belastungen stellen und dabei entschlossen sind, ihr weiteres Leben – unter geänderten Umständen – bestmöglich zu gestalten,“ so Fickert.  Sevelda und Fickert danken den MUTMACHER:INNEN dieses Buches für ihren MUT, ihre Geschichten öffentlich zu erzählen und damit anderen Betroffenen und Angehörigen MUT zu machen.

Krebshilfe und ÖGGH danken Sabine Hauswirth, Uschi Pöttler-Fellner & Ilse Helmreich (echo medienhaus), Elisabeth Waidhofer (Grafik & Design), Linda Zajer (Estée Lauder, Make up & Styling) und Roland Hamberger (Rosewood Hotel Vienna) für die großartige Zusammenarbeit und Unterstützung.

Ein besonderes Danke richten Krebshilfe und ÖGGH an Bundesminister Johannes Rauch für seine Bereitschaft, mitzumachen und als 1 von 12 Mutmacher:innen offen seine persönliche Geschichte zu erzählen.

Cover des Buches Mutmacherinnen gegen Darmkrebs

Mutmacher:innen, Dem DARMKREBS ein LÄCHELN entgegenhalten.
Fotos: Sabine Hauswirth Texte: Doris Kiefhaber
Herausgeber: Österreichische Krebshilfe und Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie
Echomedia Verlag, ISBN: 978-3-903989-58-0
Erhältlich um € 24,90 im Online-Buchhandel (thalia.at, morawa.at, weltbild.at etc.)

Weitere Informationen:
Österreichische Krebshilfe
Doris Kiefhaber, GF und Projektleitung
Tel: 0676/502 43 72
E-Mail: kiefhaber@krebshilfe.net

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Credits: Stefan Diesner

1. Reihe v.l.n.r.: Alexandra, Marion, Christa, Uschi Pöttler-Fellner
2. Reihe v.l.n.r.: Doris Kiefhaber, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Theresa, Andrea, Manfred, BM Johannes Rauch, Sabine Hauswirth, Univ-Prof. Dr. Peter Fickert, Isabel Galler

v.l.n.r.: Doris Kiefhaber, Univ.-Prof. Dr. Peter Fickert, Isabel Galler, Sabine Hauswirth, Manfred, Christa, BM Johannes Rauch, Uschi Pöttler-Fellner, Roland Hamberger, Marion, Theresa, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Alexandra, Andrea

Darmkrebsmonat März: Krebshilfe richtet sich mit „Don’t wait“ an die Bevölkerung und die Politik.   

 

Wien, am 28.2.2023. Am Vorabend zum Internationalen Darmkrebsmonat März erinnern Krebshilfe und ÖGGH an die Wichtigkeit der Darmkrebsvorsorge und fordern von der Politik eine rasche Umsetzung des Darmkrebs-Früherkennungsprogrammes.  

Seit über 20 Jahren appellieren die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) an Österreichs Frauen und Männer, die Möglichkeit einer effektiven Darmkrebsvorsorge wahrzunehmen.

„Mit dem Slogan Don’t wait – Warten Sie nicht wollen wir auch heuer wieder der Bevölkerung deutlich machen, dass es Leid vermeiden und Leben retten kann, wenn die Möglichkeiten  einer effektiven Darmkrebsvorsorge genutzt werden,“ so Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. „Aber gleichzeitig richtet sich der Slogan auch an die gesundheitspolitisch Verantwortlichen, das geplante Darmkrebs-Früherkennungsprogramm raschest umzusetzen.“

Neue Empfehlungen zur Darmkrebsvorsorge (ab 45 statt wie bisher ab 50)

Aufgrund der Evidenzgrundlage und der Empfehlungen des Nationalen Screening-Komitees haben ÖGGH und Krebshilfe die Empfehlungen zur Darmkrebsvorsorge aktualisiert:

  • Koloskopie (Darmspiegelung) ab 45 (statt wie bisher ab 50) alle 10 Jahre oder
  • FIT-Stuhltest ab dem 45. Lebensjahr zumindest alle 2 Jahre

 

„Die eindeutige Evidenzgrundlage zeigt zwei Punkte klar auf: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Darmkrebsvorsorge für Männer und Frauen ab 45 erfolgen soll und zweitens, dass ein organisiertes und qualitätsgesichertes Darmkrebs-Früherkennungsprogramm raschest umgesetzt werden muss,“ so Univ.-Prof. Dr. Peter Fickert, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie. „Mit einem organisierten und effektiven Screening wird es möglich sein, häufiger und früher Darmkrebs zu entdecken und so die Sterblichkeit dieser Erkrankung zu senken.“

Darmspiegelung bei Stellen mit Qualitätszertifikat

Die Darmspiegelung bietet den großen Vorteil, dass Polypen als mögliche Vorstufen rechtzeitig entfernt werden können und so die Entstehung von Darmkrebs verhindert werden kann. Um sicher zu sein, dass Sie die Vorsorgekoloskopie in entsprechender Qualität durchgeführt wird, empfehlen Krebshilfe und ÖGGH jene Stellen, die ein „Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge“ vorweisen (Eine Auflistung aller Stellen steht unter www.krebshilfe.net und www.oeggh.at sowie in der aktuellen Broschüre zur Verfügung). Im Rahmen des Qualitätszertifikats Darmkrebsvorsorge wurden von November 2007 bis Ende Mai 2021 401.915 Vorsorgekoloskopien durchgeführt und 2.943 Darmkrebsfälle sowie 95.335 Vorstufen von Darmkrebs (davon 27.328 fortgeschrittene Vorstufen) entdeckt. 2019 wurden 43.644 Vorsorgekoloskopien im Rahmen des „Qualitätszertifikats Darmkrebsvorsorge“ durchgeführt (= 66 % der qualitätsgesicherten Koloskopien).

Krebshilfe-Broschüren „Darmkrebsvorsorge“ und „Darmkrebs“

Krebshilfe-Broschüre „Darmkrebsvorsorge“: Die neue Broschüre enthält u. a. eine Auflistung aller Spitalsabteilungen und Ordinationen mit dem Qualitätszertifikat Darmkrebsvorsorge.

Krebshilfe-Broschüre „Darmkrebs“: Die Broschüre informiert Patient:innen und Angehörige über neueste Therapien und das breite Hilfs- und Unterstützungsangebot.

Beide Broschüren sind kostenlos bei der Krebshilfe unter service@krebshilfe.net erhältlich und stehen zum Download unter www.dontwait.at und www.krebshilfe.net zur Verfügung.

Geschlossene Facebook-Gruppe „Darmkrebs Österreich“

Die Österreichische Krebshilfe ist mit der Gründung der geschlossenen FB-Gruppe „Darmkrebs Österreich“ dem Wunsch vieler Darmkrebspatient:innen nachgekommen und versteht dies als Zusatzangebot zu der täglichen persönlichen, telefonischen oder online-Beratung durch die 63 Krebshilfe-Beratungsstellen. Link für Beitrittsanfragen:  https://www.facebook.com/groups/228289715542224

 

Für Rückfragen:

Doris Kiefhaber, Geschäftsführung & Projektleitung „Don’t wait“, Österreichische Krebshilfe , Tuchlauben 19, 1010 Wien, T: +43-676/502 43 72, kiefhaber@krebshilfe.net, www.dontwait.at; www.krebshilfe.net